Donnerstag, 9. Juni 2016

Umbau-Döppersberg (56): Mittagspausenspaziergang

Ein kleine Runde um die Baustelle. 

Überall Material und die Randsteine zur neuen B7 sind schon gesetzt.

Das Investorengebäude wächst in die Höhe.



Auch auf dem Busdeck wird gearbeitet.



Neu ist die Sperrung der Bahnhofstraße, die tiefer gelegt wird.

Hier wird der Anschluss zur neuen B7-Kreuzung hergestellt.




Die Südstr. ist aktuell wegen Unwasserschäden gesperrt. Oben der Bagger am neuen Teil der Bahnhofsstraße.

Blick vom Sparkassen-Parkhaus.









Die Brückenträger an der Alten Freiheit sind freigelegt und in der Wupper wird ein Baugerüst aufgebaut. 





Blick auf das wachsende Investorengebäude.


Bauen wie IKEA. 


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Donnerstag, 2. Juni 2016

Verkehrswende Wuppertal. Die Impulse des Wuppertal Instituts


Neulich gab die Deutsche Welle Wuppertal die Bezeichnung "Transformationsstadt" und lobte die Stadt als "Labor für die Welt." Einige Wuppertaler werden da wohl nur müde gelächelt haben und das als Spleen abgetan haben und sich damit auseinander gesetzt haben, was Wuppertal nicht ist, anstatt zu sehen, was Wuppertal für Chancen bietet. "Mehr Wuppertal wagen" ist noch nicht bei allen angekommen. Dabei ist Wuppertal längst dabei sich neu zu erfinden, Mut zu schöpfen, Lust zu entwickeln anders, zu denken und aus der Stadt etwas zu machen, das sie lebenswerter, liebenswerter und zukunftsfähiger macht. Die Süddeutsche Zeitung nannte Wuppertal neulich ein "Stehaufstädtchen" und diese Mentalität bringt Wuppertal voran, nicht das Zagen, Zaudern und Festhalten an alten Rezepten. Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie hat nun ein Impulspapier herausgebracht, das nichts anderes fordert als eine Verkehrswende, in der sich alle diese Schlagwörter wiederfinden: Ein Stehaufstädtchen transformiert seine Mobilitätsstrukturen im Hinblick auf die Herausforderungen der Zukunft und wagt den Aufbruch, wird Pionier und Vorbild dafür, mehr Wuppertal zu wagen. 

Was versteckt sich nun hinter dem 20seitigen Papier "Von der Auto-Stadt zu einer Stadt des Umweltverbunds : zehn Leitlinien zur Verkehrswende in Wuppertal von Oscar Reutter, Fredereric Rudolph und Thorsten Koska?


Es ist die Vision einer Stadt, in der der Umweltverbund aus ÖPNV, Fußverkehr und Radverkehr für 3/4 aller Wege genutzt wird. Das Rückgrat bildet ein moderner ÖPNV, finanziert durch ein experimentelles Solidarisches Bürgerticket, mit mehr Linien, dichterem Takt, eigenen Busspuren, modernen, umweltfreundlich betriebenen Bussen, der Schwebebahn und möglicherweise einer Seilbahn. Für 33% aller Wege nutzen die Wuppertaler "ihren ÖPNV". 

Ebenso häufig gehen sie zu Fuß, denn die Stadt setzt voll auf das Konzept der kurzen Wege, konzentriert sich auf eine verkehrssparsame Stadtstruktur, anstatt an den Rändern weiter auszufransen und weite Wege zu produzieren. Die Kernstadtteile werden gestärkt und zu Fuß gehen wird zur Lust statt zum Frust. Schulwege werden sicher gemacht, Treppen und Aufzüge ermöglichen bequeme vertikale Wege, an den Hauptstraßen gibt es viele und gute Querungshilfen und der Autoverkehr ist nirgendwo schneller als mit 30 km/h unterwegs. Die Aufenthaltsqualität in den Straßen steigert sich durch Bänke, Ruhepunkte und eine generelle Barrierefreiheit. 

Zum Umweltverbund gehört auch das Fahrrad, oder vielmehr das Pedelec. Die Nordbahntrasse ist der preiswürdige Anfang, ein durchgehender Radweg auf Wupper-Niveau die Fortsetzung und ein Radwegenetz mit optimaler Ausschilderung, Radwegen, öffentlichen, diebstahlsicheren Fahrradabstellanlagen uns Radparkhäusern die Krönung. So wird das Pedelec zum Alltagsverkehrsmittel, mit dem man gerne, auch wegen der verringerten Geschwindigkeit der Autos 10% der Wege zurücklegt. 

Der Umweltverbund heißt dabei nicht umsonst "Verbund", weil man nur einen Teil davon nutzt. Es gibt vielfältige Möglichkeiten zwischen den Verkehrsträgern zu wechseln und diese Schnittstellen müssen gestärkt werden, zu Mobilitätsstationen ausgebaut werden. An diesen Orten steigt man um und nimmt je nach Ziel und Wunsch den Bus, die Schwebebahn, die Bahn, das (Leih)-Pedelec oder das Car-Sharing-E-Auto. Der Döppersberg kann Wuppertals erste, vorbildliche Mobilitätsstation, ja seine Mobilitätszentrale werden. Alles unkompliziert und jedes Mal an den Bedürfnissen des Nutzes ausgerichtet, zum Beispiel mit einer "Umweltkarte" für ÖPNV und Car-Sharing.


"Ja, aber, das geht doch nicht!" hört man die Bedenkenträger rufen. Doch es geht. Wenn man akzeptiert, das schmerzhafte Einschnitte im Autoverkehr nötig sind, dass es Umweltzonen, Tempo 30, Umweltspuren (für Bus & Rad), teure Parktickets braucht, um den Autoverkehr zu halbieren. "Ja, genau, das geht nicht!" Doch, das geht. Wenn man die Menschen mitnimmt. Denn die Bürger wollen gehört werden, wollen partizipieren, wollen mitbestimmen und überzeugt werden. Mit den Leitlinien für Bürgerbeteiligung sind wir auf einem richtigen Weg. Eine von oben übergestülpte Verkehrswende wird scheitern. Aber wenn aus Partizipation, aus Diskussion, aus Beteiligung ein "kommunaler Verkehrswendekonsens" wird, dann ist es möglich, mehr Wuppertal zu wagen. Das bedeutet offen zu sein und Mobilitätsexperimente zu wagen, zu vermitteln, zu begleiten und zu erklären, zum Beispiel das Solidarische Bürgerticket, oder ein Umbau der B7 mit Umweltspuren, Testzonen für autonomen Fahrzeuge oder auch einer gründlich auf Chancen und Risiken geprüften Seilbahn. Und last but not least muss Wuppertal energisch alle technischen Verbesserungspotentiale bei allen Verkehrsträgern hinsichtlich der Nachhaltigkeit, Umweltfreundlichkeit und Verkehrssicherheit abrufen und vorantreiben. 


Am Ende bedeutet "Mehr Verkehrswende in Wuppertal wagen" eine ökologisch verträglich, sozialverpflichtete, gerechte, ökonomisch effiziente Mobilität zu schaffen. Sind wir mutig genug?

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Freitag, 13. Mai 2016

Sonntag, 8. Mai 2016

Umbau-Döppersberg (55): Rundbögen, Steine, Ziegel und Beton

Ein großes Thema am Döppersberg ist aktuell neben der seilbahn2025 die Ausgestaltung der historischen Fassade des 1848 errichteten Bahnhofs. Hinter der neuen schwarzen Bretterwand am ehemaligen provisorischen Durchgang kann man ins Innere der Substanz gucken.

Zunächst der Ausblick auf die Stadt.

Blick Richtung Brausenwerth.

Die entscheidende Frage ist momentan: Fenster mit Rundbögen oder eckigen Fensten?



Die Initiative Baudenkmal Döppersberg hat nach dem Scheitern im Rat nun eine Petition gestartet.

Hier sieht man, dass der Bahnhof schon mehreren Lebensalter durchlebt hat.

Ziegel, Stein und demnächst Beton. Ein Puzzlewerk, der Bahnhof.

Alles neu macht der Mai. Allerdings nicht der von 2016.

Obacht, an der Säule geht's runter.

Noch viel zu tun. 

Am neuen Busbahnhof ist oben nicht viel neues zu sehen. 
Die meisten Arbeiten geschehen "unter Tage".

Die Bäume tun schon mal alles für den neuen WupperPark.

Neues Radhaus und dann Radwege auf'm Bürgersteig?
 
Am Investorengebäude steht das Fundament und nun baut man an den ersten Geschossen.

Eine Baustellenlandschaft im Frühling
Na, erinnert Ihr Euch noch?
 
Ansicht von der anderen Seite.



Noch mal ein unverbauter Blick auf den Bahnhof. 

An der Alten Freiheit wird nun die Brücke umgebaut und saniert.

Alte Technik, neue Zukunft,
 
Bis zum Lückenschluss braucht es noch etwas.
 
Derweil ist am Wall das neue Geschäftshaus fast fertig...

... und das Haus gegenüber wird bald abgerissen. 

Hier wird am Lückenschluss zwischen Bahnhofstraße und Südstraße gearbeitet.

Blick auf die neue Geschäftsbrücke zum Bahnhof.
B7 geradeaus, zum Wall/Südstraße nach rechts und zwischen Bundesbahndirektion und Sparkassenneubau geht's links zur Bahnhofsstraße.
 
Blick von weiter oben auf die neuen Brücken über die Südstr.
 
Oben am Bahnhof entsteht die Mall weiter, hier wurde betoniert. 

Blick auf das Investorengelände
 
Der erwähnte Anschluss Bahnhofstr. / B7. Hier muss die B7 noch tiefer gelegt werden.

Das bringt neue Ansichten mit sich. 

Wie man sieht, die Stützwand zum bald neuen FOC (?) steht. 

Die alten Rohre müssen noch raus.  

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